Das 21. Jahrhundert: Hier ist alles so social.
Social Media, Social Bookmarks, Social Networks, Social Investments, Social Engineering, Social Software etc. Nur das Sozialamt heisst nicht mehr Sozialamt, sondern ARGE.
Im Zuge dessen habe ich mir ein paar neue Social Begrifflichkeiten überlegt. Bestimmt sind sie nicht ganz ernst zu nehmen, vielleicht auch nicht ganz von der Hand zu weisen:
Social Reibach: Erfindungen & Entwicklungen im Zuge des Zeitgeistes (>> Zeitgespenst) im Zeichen der Wissenschaft, die der Allgemeinheit, mitunter auch dem Portemonnaie der Erfinder zu Gute kommen, Z.B. Public Viewing, Strandbars auf Parkhäusern, MP3.
Social Jetlag: Dieses gewisse Gefühl der Reizüberflutung durch intensive, bewusste & unbewusste Interaktion mit anderen Menschen, z.B. nach Konferenzen, wo vorwiegend aneinander vorbei geredet wird. Ebenfalls anzutreffen nach mehrstündigen Aufenthalten bei Massenveranstaltungen sowie in urbanen Fußgängerzonen.
Social Hangover: Die erweiterte Form des Social Jetlag in Verbindung mit dem Konsum alkoholischer Destillate. Vorzufinden insb. nach Volksfesten. Gerne einher gehend mit dem Auftreten von Tieren, vorwiegend von Katern.
Social Sex: Knutschen im Cafè, Fummeln im Aufzug, so dass auch die Mitmenschen etwas davon haben. Denn gelebte Gefühle haben selten geschadet. Vielleicht stecken sie sogar an. Geküsst werden möchte schließlich jeder. Es fragt sich nur, von wem.
Social Crime: Böses tun und damit Gutes bewirken. Als Urväter des Social Crime gelten die Social Criminals Robin Hood und Batman.
Social Unfug: Die kleine Schwester des Social Crime, insb. praktiziert bei Flashmobs.
In diesem Sinne: Don’t critisize it. Socialize it.
